DK·Zuvis

Ethik & faire Anwerbung

Employer-Pays ohne Ausnahme. Und sechs weitere Zusagen, an denen Sie uns messen können.

Internationale Anwerbung hat eine dunkle Seite: Vermittlungsgebühren, die Familien verschulden. Versprechen, die niemand halten kann. Kandidat:innen, die nach der Einreise allein gelassen werden. Wir haben DK Zuvis gebaut, um es anders zu machen und legen unsere Regeln offen, damit Betriebe wie Bewerber:innen sie prüfen können.

Selbstverpflichtung

Sieben Zusagen

Diese Regeln gelten für jedes Projekt, jede Kohorte, jede Person, ohne Kleingedrucktes:

  1. Bewerber:innen zahlen nichts. Nie.

    Keine Vermittlungsgebühren, keine Kursgebühren als versteckte Vermittlungskosten, keine „Servicepauschalen“. Alle Kosten trägt der aufnehmende Betrieb (Employer-Pays-Prinzip).

  2. Keine Schuldverhältnisse.

    Wir schließen keine Darlehens- oder Rückzahlungsvereinbarungen mit Kandidat:innen und arbeiten mit niemandem zusammen, der es tut.

  3. Transparente Verträge in verständlicher Sprache.

    Kandidat:innen erhalten alle Verträge auf Deutsch und Französisch/Englisch, mit Zeit zum Lesen und der ausdrücklichen Möglichkeit, Nein zu sagen.

  4. Faire Abbruchregelungen.

    Wer den Weg abbricht, vor oder nach der Einreise, schuldet uns nichts. Abbruchrisiken sind unser unternehmerisches Risiko, nicht das der Kandidat:innen.

  5. Ehrliches Erwartungsmanagement.

    Wir versprechen kein Paradies, sondern eine realistische Chance: harte Ausbildung, deutscher Winter, Heimweh und eine echte Perspektive. Wer nach dem Vorbereitungskurs abspringt, hat richtig entschieden.

  6. Datenschutz für Kandidat:innen.

    Bewerberdaten werden nur mit Einwilligung und nur an konkret interessierte Betriebe weitergegeben, keine Datenbanken auf Vorrat, kein Profilhandel.

  7. Familien werden einbezogen.

    Vor jeder Zusage sprechen wir mit den Familien. Eine getragene Entscheidung schützt vor Abbrüchen und vor Entwurzelung.

Ehrlichkeit als Methode

Was wir Kandidat:innen sagen und was nicht

Unsere Integrationskurse in Kamerun enthalten ein Modul, das viele überrascht: die Schattenseiten. Dunkle Winter, Bürokratie, das Alleinsein in den ersten Wochen, ein Arbeitstempo, das fordert. Wer danach weitermacht, tut es informiert und bleibt.

Dasselbe gilt gegenüber Betrieben: Wir nennen keine Erfolgsquoten, die wir nicht belegen können, und keine Zeitpläne, die von Botschaftsterminen abhängen, als wären sie garantiert. Ehrlichkeit ist bei uns kein Marketing-Claim, sondern die Arbeitsgrundlage.

Referenzrahmen

Standards, an denen wir uns orientieren

ILO Fair Recruitment Initiative

Wir orientieren uns am Employer-Pays-Prinzip der Internationalen Arbeitsorganisation: Anwerbekosten trägt der Betrieb, niemals die Bewerber:innen.

WHO Global Code of Practice & IOM IRIS

Für den Pflegebereich gilt der WHO-Verhaltenskodex zur internationalen Anwerbung; als operativen Rahmen nutzen wir den IOM-IRIS-Standard für faire Rekrutierung.

Gütezeichen „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“

Für dieses Gütesiegel befinden wir uns im Vorbereitungsprozess. Bestätigte Siegel veröffentlichen wir hier, sobald sie erteilt sind. Bis dahin gilt: Unsere Selbstverpflichtungen sind vertraglich bindend, nicht bloß Absicht.

Deutsches Ausbildungsrecht

Alle Vermittlungen laufen über den regulären Rechtsweg der Berufsausbildung, keine Grauzonen, keine Umgehungskonstruktionen.

Datenschutz für Kandidat:innen

Bewerberdaten unterliegen denselben DSGVO-Standards wie die Daten unserer Kunden: Einwilligung vor jeder Weitergabe, Löschung nach Abschluss oder Abbruch des Verfahrens, keine Übermittlung an Dritte außerhalb des konkreten Bewerbungsprozesses.

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Employer-Pays: keine Kosten für Bewerber:innen